Traumasensibles Yoga

Trauma braucht


• Zeit


• Liebe


• Mitgefühl


um die unterbrochene Verbindung zum Körper und zum Selbst wieder herzustellen.


Nicht eine andere Macht soll entscheiden, wie wir uns fühlen. Im Heilungsorozess lernen wir, wie wir selbst wieder Einfluss nehmen können.


Denn ein Trauma ist dadurch gekennzeichnet, dass der Geist  während des Ereignisses abschaltet, während der Körper oder die körperlichen Empfindungen eine  Erinnerung an diesen Zustand absoluter Einflusslosigkeit auf das Leben auch in der Zukunft bewahren.


Durch diese eingefrorene Erfahrung, dass man das Unvermeidliche nicht abwenden kann, wird die traumatisierte Person später bereits durch leichte Irritationen unverhältnismäßig aktiv bzw. in Unruhe versetzt. 


Yoga kann Menschen helfen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben und diese auflösen möchten. Die Kombination von achtsamen Yoga und einer empathischen verbalen Begleitung ist ein bedeutender Wirkfaktor.

 

Man weiß heute durch die moderne Traumaforschung, dass nicht nur sogenannte Schocktraumata (wie Unfälle, Naturkatastrophen etc, Flucht und Vertreibung, Gewalt) tiefgreifende Auswirkungen auf den Körper und die Seele haben sondern auch die sog. sequenziellen Traumata wie z. B. Bindungs- oder Entwicklungstrauma. Die Ereignisse, die dazu führen, dass ein Mensch traumatisiert wurde, sind sehr oft nicht bewusst und fragmentiert abgespeichert. Unser Körper verfügt aber über ein "Körpergedächnis" und so können alte Wunden (Traumata) jederzeit wieder aktiviert (getriggert) werden.

 
Traumatische Erfahrungen sind genauer gesagt in unserem vegetativen Nervensystem gespeichert und bringen uns in den verschiedensten Situationen oder eventuell auch dauerhaft in einen Zustand höchster Erregung. 


Traumasensibles Yoga trägt den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Trauma und den Folgen für die Betroffenen Rechnung. Traumatische Erfahrungen können häufig dazu führen, dass der Körper oder Körperregionen nicht mehr gespürt werden. Im traumsensiblen Yoga geht es um ein behutsames Heranführen und um eine liebevolle Hinwendung zum Körper unter empathischer, achtsamer Begleitung. Traumasensibles Yoga dient also dazu, den Kontakt zum Körper wieder herzustellen und dauerhaft zu etablieren.

Traumasensibles Yoga bringt das autonome Nervensystem in Balance und kann zudem gezielt den ventralen Vagus ansprechen,  der ein bedeutender Teil des parasymphathogenen also beruhigenden Teil des autonomen Nervensystems ist. Durch regelmäßiges Üben kannst Du in die Lage versetzt werden, Dich selber zu regulieren und Dein System wieder in Balance zu bringen.

 

Trauma Yoga unterscheidet sich also sehr vom Yoga der modernen Fitnesseinflüsse.

 

Denn es geht nicht um „Wie sehe ich aus?“ sondern um

„Wie fühle ich mich in mir?“


Einen interessanten Artikel zumThema findest Du hier :


https://www.happiness.com/magazin/gesundheit/traumasensibles-yoga/