Traumasensibles Yoga


Yoga kann Menschen helfen , die traumatische Erfahrungen gemacht haben und diese auflösen möchten. Die Kombination von achtsamen Yoga und einer empathischen verbalen Begleitung ist ein bedeutender Wirkfaktor.

 

Man weiß heute durch die moderne Traumaforschung, dass nicht nur sogenannte Schocktraumata (wie Unfälle, Naturkatastrophen etc, Flucht und Vertreibung, Gewalt) tiefgreifende Auswirkungen auf den Körper und die Seele haben sondern auch die sog. sequenziellen Traumata wie z. B. Bindung- oder Entwicklungstrauma. Die Ereignisse, die dazu führen, dass ein Mensch traumatisiert wurde, sind sehr oft nicht bewusst und fragmentiert abgespeichert. Unser Körper verfügt aber über ein "Körpergedächnis" und so können alte Wunde (Traumata) jederzeit wieder aktiviert (getriggert werden).

 
Traumatische Erfahrungen sind genauer gesagt in unserem vegetativen Nervensystem gespeichert und bringen uns in den verschiedensten Situationen oder eventuell auch dauerhaft in einen Zustand höchster Erregung. 


Traumasensibles Yoga trägt den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Trauma und den Folgen für die Betroffenen Rechnung. Traumatische Erfahrungen können häufig dazu führen, dass der Körper oder Körperregionen nicht mehr gespürt werden. Im traumsensiblen Yoga geht es um ein behutsames Heranführen und um eine liebevolle Hinwendung zum Körper unter empathischer, achtsamer Begleitung. Traumasensibles Yoga dient also dazu, den Kontakt zum Körper wieder herzustellen und dauerhaft zu etablieren.

Traumsensibles Yoga aktiviert zudem den beruhigenden Teil des Vagus Nervs ein Teil des autonomen Nervensystems. Durch regelmäßiges Üben kannst Du in die Lage versetzt werden, Dich selber zu regulieren und Dein System wieder in Balance zu bringen.

 

Trauma Yoga unterscheidet sich also sehr vom Yoga der modernen Fitnesseinflüsse.

 

Denn es geht nicht um „Wie sehe ich aus?“ sondern um

„Wie fühle ich mich in mir?“