Yoga



Yoga ist das zur Ruhe kommen der Gedankenwellen im Geiste.“ 

Yoga Sutra I-2 des Patanjali 


Ich stehe hinter dem ursprünglichen Hatha Yoga. (Ha-tha = Sonne - Mond) Die Polaritäten (Gegensatzpaare - z.B. Anspannung - Entspannung)  spielen eine große Rolle für unsere innere Balance, unser Ausgeglichensein. Da ich selber leidenschaftlich gerne in Bewegung bin, können auch Elemente aus dem Vinyasa Flow und Ashtanga Yoga einfließen. Yin Yoga hat sehr viel mit dem Hatha Yoga gemeinsam (Ying und Yang) mit einem Schwerpunkt auf Entspannung in der Anspannung und ist sehr wirksam und wohltuend für unsere Faszien. Mein Unterricht ist also auch von Yin Yoga inspiriert. 

Bei der Auswahl der Unterrichtselemente gehe ich ganz individuell auf Deine Wünsche und Bedürfnisse ein


Jetzt zu der Frage, was Yoga eigentlich genau ist und was nicht: 


Eins vorweg: Zumindest ist Yoga so viel mehr als das, worauf es heutzutage oftmals reduziert wird. Bilder in den Medien von akrobatischen Posen lassen viele Menschen glauben, dass Akrobatik das Ziel im Yoga ist. Das ist sehr Schade, denn es sorgt dafür, dass viele Menschen sich den rundum positiven Auswirkungen des Yoga verschließen. 


Die Vorstellung, Yoga sei hauptsächlich Ruhe und Entspannung oder man sitze stundenlang im Lotussitz und tönt ein „OM“, hält viele Menschen, die hauptsächlich etwas für ihre Fitness machen möchten ab, es auszuprobieren. Dabei spielt gerade die „Fitness des Körpers“ eine große Rolle, aber auf ganzheitliche Weise. Hier kommen auch wieder die oben erwähnten Gegensätze ins Spiel. Anspannung versus Entspannung. Beim Yoga geht es genau darum,  diese beiden Gegensätze in Harmonie zu bringen, die innere Balance wieder herzustellen.


Auch der weit verbreitete Glaube, man müsse für Yoga gelenkig sein, hindert Menschen daran, es auszuprobieren. 

Wahr ist, dass durch regelmäßige Asana-Praxis die Beweglichkeit der Gelenke gemäss ihrer Beschaffenheit allmählich wieder hergestellt werden kann.


Yoga kann für Sportler eine perfekte Ergänzung sein. Häufig vorkommenden Verletzungen und Verschleiß kann vorgebeugt und verletzungsbedingte Einschränkungen (der Bewegung und der Lebensqualität!) können sich sogar in einem etwas fortgeschrittenen Lebensalter wieder auflösen


Zudem kann es ein wunderbarer Weg für alle Menschen sein, um in die eigene Kraft zu kommen und dabei den eigenen Körper wieder zu spüren und achtsamer in der Wahrnehmung zu werden. Es kann dabei vor allem für Menschen in sehr stressigen Lebenssituationen für mehr Entspannung und eine achtsamere Lebensweise sorgen und somit die Sebstfürsorge stärken. 

Wer sich vertrauensvoll auf das Yoga einlässt, kann die eigenen Grenzen wieder kennenlernen und akzeptieren. Menschen, die ständig in einem Modus der Überforderung leben, beginnen, wenn sie sich für das Yoga entschieden haben, allmählich, Ihre Grenzen wieder deutlicher zu wahezunehmen und werden somit in die Lage versetzt, ihren inneren Stress selber zu regulieren.


Es wird auch wieder möglich, ohne Überforderung mutig über sich hinauszuwachsen. 


In diesem Zusammenhang kann auch Bewusstheit erlangt werden, wo Zutrauen zu sich selber durch selbst erschaffene Überzeugungen oder Ängste blockiert sein kann. 



Der Körper ist der Tempel deiner Seele (buddhistisches Sprichwort) 


Yoga-Haltungen (Asanas)  sind  keine gymnastischen Übungen sondern Hintergrund psychologischer und physiologischer Prozesse. Sie stärken den Körper und machen ihn beweglich. Das Nervensystem wird beruhigt, die inneren Organe werden angeregt und die Wirbelsäule wird aufgerichtet. Rückenschmerzen und chronische  Schmerzen und Verspannungen werden gelindert. Nicht nur Muskeln und Sehnen sondern auch die Faszien, unser Bindegewebe werden gedehnt und gestärkt und durch die mit der Bewegung koordinierte bewußte Atmung besser durchblutet.  

Asanas als Gesten der Seele stärken das innere und äußere Gleichgewicht, helfen uns, uns wieder zu zentrieren und bringen uns in unsere Kraft. Yoga ist ein Weg zu körperlicher und geistiger Gesundheit und Wohlbefinden.


„Jeder Mensch kann Yoga üben, solange er atmet.“

2.39 Yogasutra des Patanjali


Yoga besteht nicht nur aus den körperlichen Übungen, der Asanas. Die Arbeit mit dem Atem (Pranayama), Meditation und Tiefenentspannung (Yoga Nidra) und eine achtsame Lebensweise sind unverzichtbare Elemente des Yoga.


Yoga kommt aus dem Sanskrit und heißt übersetzt „Verbinden“. Im Yoga verbinden wir den Körper mit der Seele und dem Geist. In unserer heutigen schnellen Welt funktionieren wir im Aussen und verlieren leicht den Kontakt zu unserem Körper, unserem Herzen und unserer Mitte. In uns jedoch finden wir alles, was wir für ein glückliches Leben brauchen. Wenn wir Yoga praktizieren, beginnen wir, uns wieder zu spüren. Wir lassen langsam zu, daß unser Kopf die Führung unserem Herzen, unserem „Bauchgefühl“ überlässt.

 

Yoga ist eine Entdeckungsreise zu Deinen inneren Schätzen. Yoga bringt Dich in Kontakt zu Dir selber und unterstützt Dich dabei, bei Dir und in Deinem Herzen anzukommen und Manager Deines Körpers und Deines Geistes zu werden.

 

Die Wirksamkeit von Yoga, -wenn es in seinem ursprünglichen Sinne verstanden und gelehrt wird - auf das vegetative Nervensystem und gegen stressbedingte Beschwerden ist wissenschaftlich bewiesen. Das Zusammenspiel von Bewegung oder Verweilen in einer Haltung und tiefer und bewußter Atmung hat eine direkte Wirkung  auf den beruhigenden Teil des vegetativen Nervensystems, den Parasympatikus, genauer Vagus Nerv. Wenn wir im Verweilen unsere volle  Aufmerksamkeit auf das bündeln, was im Moment, im HIER und JETZT spürbar ist, wird die Wirkung des Übens verstärkt - sowohl bei den Übungen für den Körper als auch bei Atemübungen. Die Neurowissenschaft  wählt die Wirkung des Yoga, der tiefen Atmung und der Meditation auf das Gehirn zunehmend als Thema für umfangreiche Forschungsprojekte aus.